Geographie Live

Mexiko/Chiapas: Geplante Autobahn wird Zerstörung und Landnahme weiter vorantreiben.

12. November 2009 · Kommentar schreiben

Quelle: www.regenwald.org

In Chiapas besteht die Mehrheit der Bevölkerung aus den indianischen Ureinwohnern – in dem Bundesstaat liegen auch die Wurzeln der Mayakultur. Die Indianer haben mit ihrer Lebensweise im Einklang mit der Natur bis heute die wertvollen Ressourcen des Regenwaldes bewahrt und geschützt. Ihre Existenz wird durch die neue Autobahn massiv gefährdet. Diese Infrastrukturmaßnahme gibt den wirtschaftlichen Weg der Region vor: Touristische Großprojekte sollen entstehen, der Regenwald soll nach den Plänen der Regierung für Palmöl-Plantagen abgeholzt werden und auch der Bergbau soll weiter expandieren. Der alternative Lebensstil der Eingeborenen ist angesichts kommender Großprojekte kaum noch zu bewahren. Sie müssen ihr Leben als Kleinbauern aufgeben und sich stattdessen als Tagelöhner und Handlanger ausbeuten lassen – bei Großgrundbesitzern und Industrien, die ihr Land rauben.

Die Regierung spricht von einem Entwicklungsplan für die gesamte Region, der allen zugute kommt. Doch die betroffenen Menschen sehen das anders. Nach ersten Protesten kam es zu massiven Bedrohungen durch bewaffnete Paramilitärs. Trotzdem organisiert sich entlang der vermuteten Autobahntrasse – der genaue Verlauf wird geheim gehalten – überall Widerstand. Ihre Position macht die Aussage eines Dorfvertreters aus dem Dorf Mitzition deutlich: „Es kann nicht sein, dass die blutsaugerischen Unternehmer und die schlechte Regierung sich auf Kosten unserer Erde ernähren, dabei sogar noch viel Geld verdienen, während wir wie immer in der Armut und Marginalisierung leben.”

Ein weiteres Mal stellt sich die Frage, was wichtiger ist: Die Erhaltung der traditionellen Dörfer und ihrer Territorien mit ihrer einzigartigen biologischen Vielfalt oder die verbesserten Rahmenbedungen für Unternehmen und Investoren, die weder in der Region leben, noch das Recht über das Land besitzen, das sie ausbeuten.

Unterstützen Sie die betroffenen Dörfer mit Ihrer Unterschrift auf dem Protestschreiben, das an die Regierung Mexikos und Chiapas geschickt wird!

Mexiko/Chiapas: Geplante Autobahn wird Zerstörung und Landnahme weiter vorantreiben..

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Kontinente in Bewegung. Entstehung der Odenwälder Granite

28. August 2009 · Kommentar schreiben

Vor mehr als 400 Millionen Jahren waren die Kontinente noch nicht so wie heute verteilt. Es gab noch kein Amerika und kein Afrika, so wie wir es heute kennen, statt dessen gab es Kontinente wie Gondwana und Laurasia (auch Old-Red-Kontinent genannt). Dazwischen größere Inseln (so genannte „Terrane“) wie bespielsweise Avalonia und Armorika – dort etwa läßt sich die Region des heutigen Odenwalds verorten.

Verteilung der Kontinente im Mitteldevon Quelle: Weber/ Bühn (2006): S. 6

Kontinente befinden und befanden sich stets in Bewegung. Vor ca. 400 Millionen Jahren (im Karbon) begannen die beiden Großkontinente mit den Terranen dazwischen zu kollidieren.

Zunächst tauchte die ozeanische Kruste unter die kontinentale Kruste. Es kam zu einer so genannten Subduktion, wie es heute noch z.B. in den Anden der Fall ist. Daraus folgte eine Aufschmelzung des Gesteins. Magma drang stieg von unten her auf. An manchen Stellen trat es durch Vulkanausbrüche an die  Erdoberfläche, an anderen Stellen blieb es unterirdisch.

Grafik

Quelle: Eigene Erstellung in Anlehnung an Faupl 2003: 76

Ein Hochgebirge vergleichbar mit den Alpen, das so genannte Variskische Gebirge, entstand.

In den Bereichen des (Kristallinen) Odenwaldes sind Reste dieses Hochgebirges zu finden. Etwas unterhalb des Heidelberger Schlosses, welches von dem Standort aus zu sehen ist, steht Granit an (= das kann man dort sehen und anfassen). Das Gestein wird „Heidelberger Granit“ bezeichnet. Es ist kristallin, das heißt, dass mit bloßem Auge die einzelnen Kristalle erkennbar sind: die  weißen Minerale sind Quarz, die schwarzen Biotit und die rosa/ rötlichen sind Feldspäte.

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Empfehlung: Natur als Kraftquelle und Ratgeberin. Impulszyklus für ein erfülltes Leben

5. August 2009 · Kommentar schreiben

Neue Kraftquellen für den Alltag suchen
herausfinden, was – beruflich oder privat – wirklich wichtig ist und dies auch umsetzen
die Natur schätzen und ihr noch näher kommen

In diesem 7-teiligen Impulszyklus werden der Aufenthalt in der Natur, Selbsterfahrung und Zielfindung auf außergewöhnliche Weise miteinander kombiniert. Naturmeditationen, Zwiegespräche mit „stummen Zeugen”, LandArt und Rituale bringen Antworten auf innere Fragen und erschließen neue Möglichkeiten zum Auftanken.Die Orte, die wir in der Natur aufsuchen, haben alle einen ganz eigenen Charakter. Das vorherrschende Element (z.B. Luft, Feuer, Wasser) dient als inspirierende Metapher für das jeweilige Thema. Die Themen der Workshops bauen aufeinander auf. Da diese in sich abgeschlossen sind, können sie auch einzeln gebucht werden.

1. Standortbestimmung
Samstag 18. April 2009, 10 bis 13 Uhr,
Ort: Oberer Michelsbrunnen und Kohlhof (im Anschluss besteht Einkehrmöglichkeit)

2. Bedeutung „Erfülltes Leben“
Mittwoch, 13. Mai 2009, 18 bis 21 Uhr,
Ort: Arboretum I, Sprunghöhe

3. Hinderliches loslassen
Mittwoch, 10. Juni 2009, 19 bis 22 Uhr,
Ort: Praxis und Garten „Dienemann Coaching“, Ziegelhausen

4. Neuausrichtung
Mittwoch, 8. Juli 2009, 19 bis 22 Uhr
Ort: Köpfel, Ziegelhausen

5. Weg gehen I
Mittwoch, 19. August 2009, 18 bis 21 Uhr
Ort: Turnerbrunnen – Bittersbrunnen – Michaelsbasilika – Mühltal (1,5 Std. Gehzeit, 300 Höhenmeter), Handschuhsheim

6. Weg gehen II
Samstag, 26. September 2009, 10 bis 13 Uhr
Ort: Mausbach, Ziegelhausen

7. Ankommen
Samstag, 10. Oktober 2009, 10 bis 13 Uhr
Ort: Arboretum II, Speyerer Hof (im Anschluss besteht Einkehrmöglichkeit)

Treffpunkt: wird bei der Anmeldung bekannt gegeben
Kosten
: 3-stündiger Workshop 22,- Euro, alle 7 Workshops per Vorauskasse (Überweisung) 140,- Euro

Anmeldung: Katja Dienemann „Dienemann – Neue Wege fürs Ich“, Telefon: 06221 80 48 81; Fax: 06221 80 11 09, E-Mail: dialog@katja-dienemann.de (jeweils spätestens 3 Tage vor dem betreffenden Termin)

Katja Dienemann (Dipl.-Übersetzerin, Systemischer Coach, Trainerin, Erlebnispädagogin und Geopark Vor-Ort-Begleiterin) führt diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Veranstaltungsprogramm Natürlich Heidelberg des Landschafts- und Forstamtes der Stadt Heidelberg durch. Weitere Infos hier.

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Frischer Edelkastanienhonig

11. Juli 2009 · 4 Kommentare

Montag, 6. Juli – die Kastanien sind abgeblüht. Komisch, gestern war ich doch auch schon hier oben, und die Kastanien waren doch noch am Blühen?
Naja, für die Bienen gibt es nichts mehr zu holen, was bedeutet, dass sie ziemlich agressiv sind und mir erst mal durch die Hose stechen. Kein Wunder, würde ich auch machen, wenn mir der Honig geklaut würde… Lecker ist der Honig; frisch tropft er aus den Waben. Ich freu mich schon auf das erste Brot mit Honig.

Honigernte

Bald erhältlich im Hofladen des Klosters Stift Neuburg in Heidelberg oder im Internet.

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Edelkastanie

24. Juni 2009 · Kommentar schreiben

auch Eßkastanie oder Maroni (Castanea sativa, Fagaceae)

wurde von den Römern über die Alpen nach Süddeutschland mitgebracht. Sie ist eigentlich eine submontan-mediterrane, wärmeliebende Baumart, und wächst deshalb in den wärmeren Regionen wie den Randlagen des Oberrheingrabens.

Wie momentan zur Zeit der Edelkastanienblüte sind die bewaldeten Hänge bei Heidelberg geprägt durch die hell blühenden Bäume.  Lecker, denken sich die Bienen, und sammeln fleißig Edelkastanienhonig. Dafür gibt es dann für uns im Herbst heiße Maronen.

Die Edelkastanie (Castanea sativa)  gehört nicht in die gleiche Familie wie die Roßkastanie (die der Familie Sapindaceae, Unterfamilie Roßkastaniengesächse Hippocastanoideae angehört), sondern in die Familie der Buchengewächse (Fagaceae).

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Heidelberger Vulkane, Wüsten, Erdbeben? Eine Wanderung durch 400 Millionen Jahre Erdgeschichte bis heute

18. Juni 2009 · 1 Kommentar

am Sonntag, 12. Juli 2009

In den letzten 400 Millionen Jahren erhoben sich hier Vulkane und Hochgebirge. Die Landschaft wurde mit Sandwüsten aber auch von einem Meer bedeckt. Erdbeben und tektonische Ereignisse prägten das Erscheinungsbild, durch diese formten sich Rheinebene, der markante Anstieg des Odenwalds und das Neckartal.
Die Heidelberger Landschaft verrät durch viele Spuren in der Natur ihre Entstehung. Diese Spuren wollen wir entdecken und vor Ort interpretieren.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die schon immer mal einen leicht verständlichen Überblick über die Erdgeschichte erhalten wollten. Mit vielen Illustrationen wird Ihnen die geologische Entstehungsgeschichte der
Region erklärt.
Der Endpunkt ist nicht der Ausgangspunkt der Wanderung. Der Rückweg ist entweder zu Fuß oder mit dem Bus (City-Tarif) zum Startpunkt möglich. Für
Rollstühle und Kinderwägen leider nicht geeignet.

Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit zwischen der Volkshochschule Heidelberg (vhs) und Natürlich Heidelberg angeboten. Die Anmeldung erfolgt bei der vhs.
Zielgruppe: jedermann
Uhrzeit: 10 bis 12.30 Uhr
Treffpunkt: wird bei der Anmeldung bekannt gegeben
Kosten: pro Person 9,- Euro, eigene Kinder bis 8 Jahre gebührenfrei, jedoch bitte mit anmelden
Anmeldung: Volkshochschule Heidelberg, Telefon: 06221 911911  (Kursnummer 1642)

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Führungen und Wanderungen 2009

18. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Als Geopark Vor-Ort-Begleiterin biete ich in diesem Jahr zwei unterschiedliche Führungen und Wanderungen in der Natur rund um Heidelberg an. Meine thematischen Schwerpunkte liegen auf der Erdgeschichte der Region, der Kulturlandschaft und Natur der Heidelberger Umgebung.

Sonntag, 12. Juli 09: “Heidelberger Vulkane, Wüsten, Erdbeben? Eine Wanderung durch 400 Millionen Jahre Erdgeschichte“, 10 bis 12.30 Uhr, Teilnahmebeitrag: 9 Euro, Anmeldung über die vhs Heidelberg: 06221-911 911

Samstag, 8. August 09: “Ice Age in Heidelberg. Eiszeitliche Spuren und Erdgeschichte der Region Handschuhsheim“, 14 bis 16.30 Uhr, Teilnahmebeitrag: 6 Euro, erm. 4 Euro, Anmeldung über Natürlich Heidelberg: 06221-58 28 333, natuerlich@heidelberg.de

Beide Führungen sind auch für Gruppen zu einem Termin nach Vereinbarung buchbar.

Detaillierte Beschreibungen:

noch mehr Angebote bei Natürlich Heidelberg

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Heidelberger Wald

28. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Das Landschaftsbild und die Umgebung der Stadt Heidelberg werden durch die waldreichen Hänge entlang des Neckartals und des Rheintals geprägt. Etwa 40% der Gemarkungsfläche Heidelberg sind bewaldet. Der stadtnahe Wald ist für die Menschen ein wichtiger Erholungsraum; besondere Bedeutung hat dabei die Naherholung aus dem Verdichtungsraum des gesamten Rhein-Neckar-Dreiecks.

im Heidelberger Wald

Die Nutzung des Rohstoffs Holz ist einer der umweltfreundlichsten Rohstoffe. Holz, das in nachhaltig wirtschaftenden, einheimischen Forstbetrieben bereitgestellt wird, trägt dazu bei, Holzimporte aus Raubbaugebieten zu mindern. Die vergleichsweise kurzen Transportwege des einheimischen Holzes entlasten die Verkehrswege und sind ökologisch sehr günstig zu beurteilen.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist ein Musterbeispiel für nachhaltige Entwicklung und wichtiger Teil der Klimaschutzpolitik: CO2 als neutraler Energieträger reduziert bzw. vermindert die Entstehung klimaschädlicher Treibhausgase.

Der Stadtwald Heidelberg erbringt einen Beitrag zur Nachhaltigen Waldbewirtschaftung in besonderem Maße und ist deshalb gemäß den Kriterien von PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) und FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert.

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Islas Cíes, Vigo

19. Mai 2009 · Kommentar schreiben

ISLAS cíes

ISLAS cíes

Islas Cíes, eine kleine Inselgruppe mit 3 unbewohnten Inseln vor der Bucht von Vigo (Galizien). Im Nordwesten von Spanien im Atlantik gelegen schützt diese Inselgruppe die Bucht von Vigo, und trennt die Bucht vor dem offenen Meer. Die Inseln stehen unter Naturschutz und gehören zum Nationalpark Islas Atlántica de Galicia. Zum Betreten der Insel ist eine Registrierung notwendig.

Wie in einer anderen Welt empfindet man sich mit dem klaren Wasser, dem weißen Sand und den in der Bucht vor Anker liegenden Segelbooten, so wie auch wir dort vor Anker lagen.

weiterführende Links:
http://www.riasbaixas.depo.es/cies
http://de.wikipedia.org/wiki/Islas_C%C3%ADes

Eine englische Zeitung zählt die Strände der Inseln sogar zu den Stränden TOP 1 of the world.
http://www.guardian.co.uk/travel/2007/feb/16/beach.top10

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Heidelbergs Geo-Schätze

5. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Die Heidelberger Landschaft im Kontext der Zielsetzungen des Geo- und Naturparks Bergstraße-Odenwald. Welche Potenziale verstecken sich im Naturraum? Ein „Fenster in die Erdgeschichte“ zur erdgeschichtlichen Entstehung der Region.

Mittwoch, 6. Mai 2009, 11 Uhr
Akademie für Ältere, Bergheimer Straße Heidelberg

http://www.akademie-fuer-aeltere.de/gesundheit/botanik-und-naturtermine/d-03939.html

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